Seit heute Nachmittag ist es offiziel. Ich fahre in der Saison 2010 eine TM. Nach einer etwas unglücklichen Testfahrt und einiger überlegezeit konnte ich mich dazu entschliessen.

(Klick auf das Bild für grössere Darstelung)
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Ich bin durch das Enduro Schwarzenburg auf Linder Racing aufmerksam geworden, dem Schweizer TM Importeur. Wir wechselten ein paar Worte und einigten uns darauf in Kontakt zu bleiben. Einige Wochen später fuhr ich eine TM 144 MX zur Probe. Da mir dies gut gefiel wiederholten wir das ganze mit der Enduro-version. Unglücklicherweise sprang mir in der 2ten Runde jemand von hinten in den Rücken und beendete meine Testfahrt etwas abrupt. Trotzdem war mein Eindruck gut, und man setzte sich zusammen um über einen Preis zu diskutieren.

Verkaufe meine KTM EXC 250 Jg. 2009 aufgrund von Hubraumwechsel. Zustand:
Das Motorrad ist in gutem Zustand. 90 Betriebsstunden.
Der Kolben ist neu, Gabelservice frisch gemacht, neuer FMF Auspuff montiert
Sämtliches Material für auf die Strasse vorhanden

Zusätzliches:
Der linke Kühler war leicht krumm, diesen habe ich durch einen neuen Kühler ersetzt. Zusätzlich zu dem FMF Auspuff gibt es noch 2 weitere Auspuffe ( 1x Original gebraucht, 1xOriginal mit Kat,ungebraucht). Das Tubliss Tirecore System ist etwas neues aus den Staaten. Man verzichtet auf einen Schlauch/Mousse und kann somit Gewicht sparen. Ich hatte nie probleme damit.

Es sind folgende Zubehörteile montiert:
-Zap-Bremshebel (klappbar)
-Pro-Taper Pillow Griffgummis
-Acerbis Handprotektoren
-KTM Kupplungsnehmerschutz
-KTM Motorenschutzplatte
-KTM Kühlerschutzbügel
-Tubliss Tire Core Schlauchlos-system (Für diejenigen welche lieber Schläuche fahren gibt es diese auch noch dazu)
-Neuer Scheinwerfer
-1 Satz Ersatzhebeleien

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Das Motorrad kann jeweils Abends in 5610 Wohlen AG besichtigt und eventuell Probe gefahren werden. Für weitere Fragen: 079/ 74 23 8 66
Privatverkauf, keine Garantie.

Ich sitze hier und schreibe weil ich zurzeit nicht arbeiten kann. Letzten Sonntag beim Motorrad-Testfahren hat mich ein anderer Fahrer abgeschossen und meine Testfahrt vorzeitig beendet. Es trifft ihn keine Schuld, und ich mache niemand dafür verantwortlich. Es sind solche Dinge die eben passieren können.
Ich hab lediglich eine Prellung des Oberschenkels als nennenswerte Verletzung. Diese ist aber so ausgeprägt das ich nun eben zuhause sitze anstatt zu arbeiten.
Genug Zeit um das seit langem versprochene Resumee der Enduro Saison zu schreiben.

Granges sur Volonge

Mein erstes richtiges Enduro Rennen. Ich war natürlich sehr nervös und wusste nicht genau was mich erwartet. Das Gelände rund um Granges ist traumhaft. In den höheren Regionen hatte es noch immer Schnee. Als mein persöhnliches Highlight würde ich die Auffahrt in einem Bachrinnsal aus aufgetautem Schnee nennen. Die Runde war extrem lang, und forderte viel Kondition. Teilweise wurden schwierige Schlüsselstellen in der 2ten Runde entschärft. Ich kam mit zuviel verspätung ins Ziel und wurde dadurch disqualifiziert.

Enduro du Jura

Die einzige Veranstalltung im Rahmen der Meisterschaft die auch tatsächlich in der Schweiz stattfand!
Das Enduro du Jura fand auf einem Militärübungsplatz statt.
Es gab viele schnelle Passagen, die sehr ausgeschlagen waren und es dadurch in sich hatten. Die Sollzeiten waren aber locker und so konnte man sich in aller Ruhe auf die 3 Sonderprüfungen konzentrieren. Die Extrem-Sonderprüfung war mitunter das interessanteste. Baumstämme, Geröllfelder und steile Auf und Abfahrten lockten viele Zuschauer. Durch ein wenig Glück (ein Konkurent hatte seinen Bremssattel an einem Stein kaputt gefahren) und konstantem Fahren konnte ich am Samstag den 2ten Platz bei den U25 belegen.

Enduro Chaumont

Ein klassischens Enduro das es aber so richtig in sich hatte. Leider bin ich früh ausgeschieden. Der linke Kühler meiner KTM ist abgescheuert und hing nur noch an einem Schlauch fest. Dies passierte vermutlich als ich einen Baum tuschierte. Genau kann ich es allerdings nicht sagen.
Das befahrene Gelände war wunderschön. Es hatte in der Woche zuvor geregnet und im Wald war es immernoch feucht. Es gab viele steinige Singletrails im Wald, und oft fuhr man auf die früher gestarteten Fahrer auf, was es nicht einfach machte die Sollzeiten einzuhalten.

Enduro du Plateau de Saône

Ausgezeichnetes Wetter und geniale Sonderprüfungen zeichneten das Enduro in Saone aus. Die Zwischenetappen waren ebenfalls schön und die 2 Sprintetappen waren gut getimed. An einer steinigen Auffahrt machte ich leider meine vordere Bremsleitung kaputt und musste deshalb das Tempo reduzieren. Dadurch hatte ich bis zum Ende dann 6 Strafminuten was mir den 3ten Rang kostete. Die Sonderprüfungszeiten waren logischerweise auch nicht überragend.

Enduro des Moirans

Das Enduro du Lac war bereits im Vorfeld von vielen als das anspruchvollste Enduro der Saison genannt worden. Dazu hatte es kurz zuvor mehrere Tage am Stück geregnet. Erst Samstag morgen hörte es auf zu regnen. Schon kurz nach dem Start ging es ins schwere Gelände und die ersten Kühler kochten. Ich kämpfte mich tapfer durch, doch nach einer Runde musste ich wegen Erschöpfung aufgeben. Die schmierigen Auffahrten hatten mich schlichtweg zuviel Kraft gekostet. Dabei waren die Sonderprüfungen richtig schön. Es gab auch hier ein ExtremTest, der es so richtig in sich hatte. Hier habe ich noch eine Rechnung offen. Mein Ziel ist es dieses Rennen 2010 fertig zu fahren!

Die Saison 2009 ist vorbei. Viele schöne Rennen durften wir bestreiten, schade ist es schon vorbei.
Für mich ist es gut gelaufen. Es war, wie viele schon wissen, meine erste Meisterschaft und hat mir einen guten Eindruck gegeben wo ich stehe und woran ich ich noch zu arbeiten habe. Im Grunde stehe ich ganz am Anfang. Ich bin zwar in der “Junioren”-Klasse gestartet und habe da teilweise gut abgeschnitten, aber wenn ich meine Zeiten mit dennen der grossen Klasse vergleiche wird klar das ich in der unteren Hälfte zu finden bin. Ich muss klar an meinem Speed in den Sonderprüfungen und an der Ausdauer arbeiten. Oft wenn ich an die Sonderprüfungen komme bin ich bereits ausgelaut und kann nicht noch mehr pushen. Dies hängt mit Sicherheit auch mit den immer wiederkehrenden Rückenschmerzen die ich beim Fahren erleide zusammen.
Somit stehen auch die Schwerpunkte meines Wintertrainings fest: Rückenmuskulatur stärken und Ausdauer aufbauen. Sofern es möglich ist werde ich wöchentlich Motorrad fahren.

Ich wollte ursprünglich zu jedem Rennen einen ausführlichen Rennbericht schreiben. Das hat so nicht geklappt. Für 2010 werde ich mich wohl auf eine Zusammenfassung beschränken. Es folgt ein kleines Resume von den verschiedenen Rennen und wie es mir dabei lief.

Seit neustem fahre ich ein neuartiges System in meinen Rädern:

Es ist eine Art “Schlauchlos”-System für Offroadmotorräder. Man spart sich den Schlauch (oder das Mousse) und hat so weniger ungefederte Masse und kann mit sehr niedrigem Luftdruck fahren.

Link zu Hersteller: Nuetech

Ich habe während der Montage ein paar Fotos gemacht für alle die Interessiert sind:

Lieferumfang

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-Tape für das Felgenbett
-Liner (das rote, soll später den Pneu an die Felgenflanke drücken)
-Abdichtschlauch (das Schwarze, drückt den Liner an den reifen und dichtet die Felge ab)

Ich war ein wenig geschockt. Der “Liner” (das rote Ding) kam völlig zusammengeschnürrt und verwurstelt. Aber scheint alles ok zu sein.

Das System ist genau so simpel wie genial. Der Schlauch kommt in den Liner und wird mit 7 Bar aufgefüllt. Durch den enormen Druck drückt der Schlauch den Liner gegen die Pneu-karkasse und dichtet zusätzlich das Felgenbett ab. Wenn man sich einen Plattfuss fährt so hält der Liner den Pneu immernoch und man kann problemlos weiterfahren.

Ausgangslage:

Die Felge wurde gründlich gereinigt. Zuerst mit dem Dampfstrahler, dann mit Reinigungsalkohol um eventuelle Rückstände weg zu bekommen. Die Vorbereitungen sind mitunter das wichtigste und dauern lange. Ist aber eine einmalige Arbeit.

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Montage:

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Das Tape muss die Speichen 100% abdichten.

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Für den Reifenhalter muss das bestehende Reigfenhalterloch auf 10 mm aufgebohrt werden. Dannach wird der Schlauch in den Liner gefädelt und die Ventile korrekt ausgerichtet. Es ist sehr wichtig dass die Ventile gut mit den Löchern übereinstimmen.

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Vorsichtig das Tubliss aufziehen die Felge ist bereit für den Pneu. Wenn alles richtig gemacht worden ist, muss dieser Teil beim Reifenwechsel nicht mehr wiederholt werden. Das Tubliss bleibt immer in der Felge.

Als nächster Schritt kommt der Reifen drauf. Da sich dieser Ablauf nicht von dem mit Schlauch oder Mousse unterscheidet habe ich dies nicht auf Foto festgehalten.

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Zurzeit fahre ich 0.5 Bar in den Reifen. Der Druck hat sich in den letzten 2 Tage nicht verändert.

Dieses Wochenende findet das grossartige Enduro du Jura statt.Es ist der erste Schweizer Meisterschaftslauf seit langem welcher in der Schweiz stattfindet. Natürlich werde ich da sein und mitfahren. Es gibt 3 Sonderprüfungen wovon die einte eine “Extreme” ist. Wenn das mal nicht vielversprechend klingt :)
Bericht folgt.

Ich habe gestern noch die letzten Bilder sortiert und bearbeitet. Die Seitenwagen machen einen Grossteil der Bilder aus, da man diese nicht sehr oft sieht und ich die Gelegenheit nutzen wollte.

mfg Johan

ps: Für alle die welche sich Frage ob noch ein Update zum Enduro in Granges kommt: Es kommt. Aber zur Zeit habe ich viel um die Ohren. Bitte etwas Geduld :)

Dieses Wochenende findet das jährliche Motocross in Wohlen statt. Als spezielles Highlight gastiert die Seitenwagen Weltmeisterschaft in unserem kleinen bescheidenen Dorf. Die Strecke ist top präpariert, das Wetter ist gut ( zu gut? Wenn es so bleibt wird es staubig) und die Top-Fahrer drehen ihre Runden auf dem Fahrrad und besichtigen die Strecke.
Ich habe bereits ein paar wenige Fotos gemacht. Diese findet ihr in der Gallery (rechte Seitenleiste) “MX Wohlen 2009″.

Morgen werden die ersten Quali läufe stattfinden. Man darf gespannt sein.

Sonntag Morgen – es ist bitter kalt. Schlaf hat es nicht viel gegeben, denn die Füsse fühlten sich an wie Eisklumpen. Ich muss mir fürs nächste Mal unbedingt einen besseren Schlafsack besorgen.
Nach dem Frühstück und dem ersten Spaziergang im Fahrerlager um die Durchblutung in den Füssen etwas an zu regen fühlte ich mich schon viel besser. Den ersten Adrenalinschub hatte ich bereits lange vor dem eigentlichen Rennen, als ich feststellte, dass ich die Trinkblase meines Camelbak zuhause liegen gelassen hatte. Ja gut, es geht auch ohne. Ich habe mir dann einfach eine Wasserflasche in den Rucksack gestopft und an den Zeitkontrollen (CH’s) getrunken.

Mein Start war um 9:08. Ich war früh dran und hatte genügend Zeit um die Uhr meiner KTM auf die geeichte Uhr des Veranstalters ab zu stimmen und meine Sollzeiten auf das Lenkerpolster zu kleben. Mit jeder Minute die der Start näher rückte wurde ich aufgeregter. Die übliche Startprozedur bei klassischen Enduro’s verläuft so: Man schiebt sein Motorrad zusammen mit 3 anderen Startern auf ein Podest und muss es dann in seiner Startminuten starten. Wer sein Motorrad innerhalb der Minute nicht gestartet kriegt muss es 20 Meter vom Startpodest wegschieben und darf da weiterversuchen. Die Startübung gilt somit als nicht erfüllt und das Punktekonto füllt sich bereits mit den ersten Strafpunkten.
Ich hatte keinerlei Probleme und mein Motorrad sprang gut an. Die anderen Starter in meiner Minute hatten ebenso wenig Probleme und so fuhren wir zu viert los. Die ersten Meter nach dem Start verliefen durch die Strassen Granges. Doch schon bald verliess man das Dorf und steuerte Richtung Wald. Ich hatte ein breites Grinsen im Gesicht als wir die ersten Single Trails unter die Räder nahmen. Wir waren immer noch zu viert unterwegs. Es wollte aber keiner so vorne fahren, also übernahm ich diesen Part. Die Strecke war mit Pfeilen ausgeschildert denen man folgen musste. Teilweise waren diese etwas versteckt, teilweise waren sie aber auch klar ersichtlich. Man konnte allerdings auch einfach den Spuren derjenigen welche bereits gestartet waren folgen. Dies klappt auch. Meistens…
Ich gelang 30 Minuten zu früh an die Zeitkontrolle (CH). Laut den anderen Teilnehmern hatte es eine Durchfahrtskontrolle die man hätte passieren müssen. Diese hatte ich verpasst. So ein Mist. Irgendwo muss ich falsch abgebogen sein.
Ich liess mich davon nicht irritieren und entschloss mich einfach in meiner normalen Zeit weiter zu fahren. Die nächsten beiden CH’s waren eng beieinander. Um nach CH 2 zu gelangen waren 15 Minuten gerechnet. Für CH 3 wiederum 16 Minuten. Dies bedeutet meistens dass man zügig unterwegs sein muss, um die Sollzeit einzuhalten. Und so war es dann auch.
Es gab einige knifflige Stellen. Eine lange Steilauffahrt, und eine weniger lange dafür umso knackigere Auffahrt, welche nach der ersten Runde aus dem Wettbewerb genommen wurde weil sie durch die vielen Fahrer zu ausgefahren und schwer geworden war. Die wirklich kniffligen Stellen erkennt man meistens daran, dass einerseits auffällig viele Zuschauer da sind, und andererseits an den Aufsichts-Leuten mit gelben Warnwesten.
CH 4 war dann von der Sollzeit her etwas lockerer. Das Gelände war wunderschön, und hatte noch so Einiges zu bieten. Die Strecke führte durch die Wälder, entlang Bächern und teilweise auch auf Feldwegen zurück in die Nähe von Granges. Bei CH4 war dann ein Verpflegungs- und Tankposten. Hier hatten die meisten ihre Helfer platziert. Celso Gorrara, ehemaliger Dakarteilnehmer und erfahrener Enduropilot war für die KTM Fahrer zuständig und unterstütze diese mit Getränken und Snacks. Er hatte ausserdem am Vortag Benzinkanister eingesammelt und diese dann an CH 4 bereitgestellt, sodass man sein Motorrad tanken konnte.
Nur wenige Meter nach dem Verpflegungsposten fuhr man in die erste SP. Dem Stoppelacker-kurs. Die Kurven waren bereits mächtig ausgefahren und es hatte richtig schöne Anlieger und Spurrillen. Es war ein Vergnügen, durch die Kurven zu flitzen, von den Zuschauern angefeuert. Egal ob man noch die Kraft hat oder nicht: Wenn man angefeuert wird, motiviert das einen noch zusätzlich das letzte Quäntchen Kraft aufzubringen um schnell zu fahren. Einfach herrlich.
Nach der ersten Sonderprüfung führte eine kurze Verbindungsetappe mit einer steinigen Abfahrt und einer heftigen Auffahrt in welcher ich dann direkt stecken blieb und einen kleineren Stau verursachte ( an der Stelle ein “Sorry” an die welche hinter mir warten mussten ;) ) zur zweiten Sonderprüfung.
An SP 2 angekommen war ich noch reichlich erschöpft von der Auffahrt in welcher ich stecken geblieben war. Ich hängte mich an einen Starter welcher mich kurz nach dem Start überholte und liess mich mitziehen. Das Ende der SP war gleichzeitig das Ende des Geländeteils des Rundkurses. Von da aus ging es auf der Strasse zurück zur Dorfmitte, von wo aus man zur 2ten Runde startete…

Man fährt erstmal Richtung Mulhouse. Dann, kurz nach Rixheim -einem beliebten Ort der schweizer Crosser-Szene aufgrund der MX-Piste- biegt man ab Richtung Colmar. Ich habe mir einen Zwischenstop in Rixheim gegönnt um ein Kaffe zu trinken und um zu sehen wer sich so alles auf der MX-Piste rumtummelt. Doch es sind nicht viele da und ich fahre bald weiter Richtung Granges.
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Nach einer kurzen Weile verlässt man die Autobahn und fährt auf normalen Strassen weiter. Erst sind es grosse Hauptstrassen, doch allmählich werden es kleinere Strassen. Die Umgebung wechselt ihren Charakter und es geht einen Berg hoch. Irgendwann nach unzähligen Kurven gelangt man nach Granges-sur-Volonges.
Das Dorf ansich ist klein und gemütlich. Nicht viel deutet auf das Spektakel hin welches sich Sonntags abspielen wird. Lediglich die Renntransporter auf dem Parkplatz des Sportplatzes und einige Pfeile mit Richtungsangaben wo was zu finden ist weisen darauf hin, dass etwas Spezielles im Gang ist.

Ich bin natürlich unendlich zu früh, und trotzdem habe ich das Gefühl viel zu spät zu sein.
Nach einer erstmaligen Verpflegung (französischer Kebab…naja) und dem anschliessenden Auskundschaften der Turnhalle wo das Einschreiben stattfinden wird, fahre ich los um die Sonderprüfungen zu besichtigen.
Wer Enduro fahren will muss auch Wandern als Hobby haben. Zu dieser Erkenntniss bin ich gekommen nachdem ich die Sonderprüfungen abgelaufen bin. Meine Turnschuhe waren dafür völlig ungeeignet und innert kürzester Zeit waren Sie mit Kies und Dreck gefüllt.
SP 1 war ein Cross-Test, ausgesteckt auf einem Stoppelfeld. Nach den ersten 10 Kurven merkte ich dass ein “auswendig lernen” der Strecke so gut wie unmöglich wäre. Ich entschloss mich mir Schlüsselpunkte so gut wie möglich zu merken (die Kurven nach den längsten Geraden, Kurvenkombinationen usw.) und schwor mir das nächste mal Wanderschuhe mit zu bringen.
SP 2 war etwas spannender. Es ging auf einer Wiese welche in einem Hang integriert war hoch und runter. Dabei gab es sogar eine Abkürzung über einen Baumstamm, und an einigen Stellen ein wenig Vegetation welche man umfahren musste. Fahrerisch nichts all zu wildes. Abschliessend verlief die Strecke durch den Wald und Endete vor dem Sportplatz wo die vielen Renntransporter standen.
Da ich bereits alles nötige getan hatte um bestmöglich vorbereitet zu sein und aber immernoch mehr als genug Zeit übrig hatte entschloss ich mich für eine Stunde hinzulegen.
Die administrative sowie die technische Kontrolle um 17 Uhr war eine langwierige Prozedur. Die Anmeldeformulare wurden genauestens geprüft und wenn nur der kleinste Fehler dabei war, endete dies in einem 10 Minutigen Vortrag, wie man Anmeldeformulare ausfüllt. Ich hatte keinen Beleg dabei dass ich die Nenngebühr überwiesen hatte. Verherend. Doch dank Hundeblick und mehrmaligem Ehrenwort das ich überwiesen hätte durfte ich trotzdem starten. Dankeschön.
Anschliessend an die technische Kontrolle kamen die Motorräder in den Parc-Ferme und ich fuhr mit meinem Transporter in ein nahegelegenes Camping.
Die Dusche und ein ausgiebiges Mahl taten mir gut. Noch hastig die Sollzeiten auf ein Klebeband geschrieben (welche dann an das Motorrad geklebbt werden) und ab ins Bett. Gute Nacht.

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